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Krisenvorsorge · Energie & Wärme
Die 3 besten Powerstations für den Stromausfall 2026
Eine Powerstation ist ein großer Akku mit Steckdosen: Sie hält bei einem Stromausfall Router, Handys, Licht und für einige Zeit sogar den Kühlschrank am Laufen – und lädt sich mit Solarmodulen wieder auf. Diese drei Modelle sind nach unserer Einschätzung die beste Wahl.
Zuletzt aktualisiert: 3 Empfehlungen13 Min. Lesezeit für die ganze Beratung
Kurz gesagt
Unsere beste Gesamtwahl ist die EcoFlow DELTA 3 Plus*: laut Hersteller 1.024 Wh LiFePO4-Akku, 1.800 W Dauerleistung, USV-Funktion unter 10 ms und 1.000 W Solareingang. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Anker SOLIX C1000*; wer mehrere Tage Kühlschrank und Heizungspumpe überbrücken will, nimmt die EcoFlow DELTA Pro 3* mit 4 kWh.
Alle drei arbeiten laut Hersteller mit LiFePO4-Akkus und reinem Sinus an 230-Volt-Steckdosen. Sie unterscheiden sich vor allem in Kapazität, Solarleistung und Gewicht.
Symbolbild – EcoFlow DELTA 3 Plus
01Beste Gesamtwahl
EcoFlow DELTA 3 Plus
EcoFlow · 1.024 Wh LiFePO4, 1.800 W
Aus unserer Sicht die ausgewogenste Notstromlösung: laut Hersteller 1 kWh Akku, genug Leistung für viele Haushaltsgeräte, eine schnelle USV-Umschaltung und ein großer Solareingang, mit dem sie sich bei ausreichender Modulleistung an einem sonnigen Tag nachladen lässt.
Bewertung8,5von 10
Preisklasse€€ca. 600–1.000 €
Ideal fürRouter, Kühlschrank & Licht für 1–2 Tage
1.024 Wh LiFePO4-Akku, laut EcoFlow rund 4.000 Zyklen bis 80 % Restkapazität
1.800 W Dauerleistung (3.600 W Spitze), USV-Umschaltung unter 10 ms (Herstellerangabe)
1.000 W Solareingang, Netzladung in etwa 56 Minuten; mit Zusatzakkus auf bis zu 5 kWh erweiterbar (Herstellerangabe)
Vorteile
Schnelle USV für Router und PC
Großer Solareingang
Erweiterbar
Nachteile
Rund 12,5 kg schwer
Modellname genau prüfen – DELTA 3 ohne „Plus“ hat nur 500 W Solareingang
Die Preisklasse ist ein grober Richtwert zum Stand der letzten Aktualisierung. Preis, Verfügbarkeit und Produktdetails ändern sich laufend – maßgeblich sind allein die Angaben bei Amazon.
Symbolbild – Anker SOLIX C1000
02Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Anker SOLIX C1000
Anker · 1.056 Wh LiFePO4, 1.800 W
Laut Herstellerangaben fast die gleiche Kapazität und Leistung wie die EcoFlow – oft zu einem niedrigeren Preis. Die richtige Wahl, wenn das Budget zählt.
Bewertung8,4von 10
Preisklasse€bis ca. 600 €
Ideal fürGünstiger Einstieg mit voller Leistung
1.056 Wh LiFePO4-Akku, laut Anker rund 3.000 Zyklen
1.800 W Dauerleistung, kurzzeitig bis 2.400 W über SurgePad (Herstellerangabe)
600 W Solareingang mit MPPT, Netzladung in rund 58 Minuten; Erweiterungsakku BP1000 verdoppelt die Kapazität (Herstellerangabe)
Vorteile
Oft günstig pro Wattstunde
Volle Leistung für Wasserkocher und Werkzeug
Erweiterbar mit BP1000
Nachteile
Kleinerer Solareingang als die EcoFlow
Nutzbare Kapazität liegt wegen Wandlungsverlusten unter dem Nennwert – Eigenverbrauch einplanen
Die Preisklasse ist ein grober Richtwert zum Stand der letzten Aktualisierung. Preis, Verfügbarkeit und Produktdetails ändern sich laufend – maßgeblich sind allein die Angaben bei Amazon.
Symbolbild – EcoFlow DELTA Pro 3
03Premium für mehrere Tage
EcoFlow DELTA Pro 3
EcoFlow · 4.096 Wh LiFePO4, 4.000 W
Ein Hausspeicher auf Rollen: laut Hersteller 4 kWh, 4.000 W Dauerleistung und erweiterbar auf 12 kWh. Je nach Verbrauch können Kühlschrank, Gefriertruhe, Router und Licht damit mehrere Tage laufen – mit Solar auch länger.
Bewertung8,0von 10
Preisklasse€€€über 1.500 €
Ideal fürFamilienhaus, mehrere Tage Blackout
4.096 Wh LiFePO4, laut EcoFlow über 4.000 Zyklen bis 80 % Restkapazität
4.000 W Dauerleistung an 230 V, mit Zusatzakkus bis 12 kWh (Herstellerangabe)
Laut Anbieter unter 30 dB auch unter hoher Last, Akku nach IP65 geschützt
Vorteile
Sehr große Kapazität
Treibt auch große Verbraucher an
Laut Hersteller leise
Nachteile
Sehr teuer
Schwer – eher stationär als tragbar
Einbindung in die Hausinstallation nur durch Elektrofachkraft
Die Preisklasse ist ein grober Richtwert zum Stand der letzten Aktualisierung. Preis, Verfügbarkeit und Produktdetails ändern sich laufend – maßgeblich sind allein die Angaben bei Amazon.
Notstrom aus dem Akku: Was eine Powerstation leisten kann
Kapazität, Leistung, USV und Solar: welche Powerstation zu deinem Haushalt passt und wie lange sie im Blackout wirklich hält.
Welche Powerstation ist für den Stromausfall am besten?
Für die meisten Haushalte ist die EcoFlow DELTA 3 Plus* die beste Wahl: 1 kWh, 1.800 W, USV und 1.000 W Solareingang. Günstiger ist die Anker SOLIX C1000*; für mehrere Tage mit Kühlschrank lohnt die DELTA Pro 3* mit 4 kWh.
Fällt der Strom aus, merkt man schnell, wovon man abhängig ist: Ohne Router kein Internet, ohne Ladegerät bald kein Handy, ohne Licht kein Abend. Im Kühlschrank wird es nach einigen Stunden warm, und viele Gasheizungen stehen still, weil ihre Umwälzpumpe Strom braucht. Eine Powerstation überbrückt genau diese Lücke – leise, ohne Abgase und ohne Kraftstoff im Keller.
Für die Krisenvorsorge ist eine Kapazität um 1 kWh der sinnvolle Einstieg. Damit laufen ein Router einen Tag lang, alle Handys werden mehrfach geladen, und abends brennt Licht – und es bleibt noch etwas für den Kühlschrank. Mit Solarmodulen lädt sie sich bei Sonne wieder auf, sodass auch ein mehrtägiger Ausfall machbar wird.
Unsere Gesamtwahl ist die EcoFlow DELTA 3 Plus, weil sie neben 1 kWh Kapazität zwei Dinge mitbringt, die im Ernstfall zählen: eine USV-Funktion, die bei einem Netzausfall laut Hersteller in unter 10 Millisekunden umschaltet, und einen Solareingang mit bis zu 1.000 Watt. Die Anker SOLIX C1000 ist fast gleichwertig, oft aber günstiger. Stiftung Warentest hat 2023 (test 8/2023) kleinere Powerstations mit 300 bis 700 Watt getestet – die heute üblichen 1-kWh-Geräte waren nicht dabei.
Unsere Bewertung je Kriterium. Die DELTA 3 Plus ist am ausgewogensten, die DELTA Pro 3 hat die größte Kapazität.
Worauf sollte man beim Kauf einer Powerstation achten?
Wichtig sind Kapazität in Wattstunden, Dauerleistung in Watt, ein LiFePO4-Akku, reiner Sinus, eine USV-Funktion, ein ausreichend großer Solareingang und das Gewicht.
Typischer Verbrauch im Stromausfall (Richtwerte, Datenblatt des eigenen Geräts prüfen)
Gerät
Leistung
Bedarf pro Tag
mit 1 kWh
WLAN-Router
ca. 10 W
ca. 240 Wh (24 h)
rund 3 Tage
Smartphone laden
–
ca. 15 Wh je Ladung
über 50 Ladungen
LED-Lampe
ca. 5 W
ca. 25 Wh (5 h)
viele Tage
Kühlschrank (A–C)
Anlaufstrom höher
ca. 400–1.000 Wh
rund 1 Tag
Heizungsumwälzpumpe
ca. 20–60 W
ca. 500–1.400 Wh
ca. 1 Tag (nur mit Elektrofachkraft)
Kapazität und Leistung
Die Kapazität in Wattstunden bestimmt, wie lange Geräte laufen. Die Dauerleistung in Watt bestimmt, welche Geräte überhaupt laufen: Ein Wasserkocher braucht rund 2.000 Watt, ein Kühlschrank beim Anlaufen ein Mehrfaches seiner Nennleistung. Mit 1.800 Watt Dauerleistung sind viele Haushaltsgeräte abgedeckt – wenn auch nicht lange; maßgeblich ist das Datenblatt des jeweiligen Geräts.
Akkuchemie
LiFePO4-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) halten laut Herstellern mehrere tausend Ladezyklen, gelten als thermisch stabiler als andere Lithium-Akkus und entladen sich in der Lagerung langsam. Alle Geräte in unserer Top 3 nutzen laut Hersteller diese Technik. Brandsicher im absoluten Sinn ist aber kein Akku. Ältere oder sehr günstige Geräte mit NMC-Akkus sind leichter, halten aber weniger Zyklen.
USV-Funktion
Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) hängt zwischen Steckdose und Gerät. Fällt das Netz aus, übernimmt der Akku. Bei kurzen Umschaltzeiten unter 10 bis 20 Millisekunden laufen Router und Computer meist ohne Neustart weiter – eine Garantie dafür gibt es nicht, und eine Powerstation ersetzt keine USV für kritische Geräte. Die EcoFlow DELTA 3 Plus gibt unter 10 ms an.
Solareingang
Je größer der Solareingang, desto schneller lädt die Powerstation an einem sonnigen Tag. Mit 1.000 Watt Eingang kann die DELTA 3 Plus theoretisch in wenigen Stunden voll werden – vorausgesetzt, es sind genug Module angeschlossen. Achte auf den zulässigen Spannungsbereich und den Stecker (meist XT60).
Welche Powerstation passt zu wem?
Für Wohnungen und kleine Haushalte reicht eine 1-kWh-Powerstation wie die DELTA 3 Plus oder die SOLIX C1000. Familien im Haus, die Kühlschrank und Heizungspumpe mehrere Tage betreiben wollen, brauchen 3 bis 4 kWh oder mehr.
Wohnung & Homeoffice
1 kWh, USV und großer Solareingang: EcoFlow DELTA 3 Plus.
EcoFlow DELTA 3 Plus mit Stream Mikrowechselrichter
Set aus Powerstation und 800-W-Mikrowechselrichter (Herstellerangabe) – Solarstrom im Alltag nutzen und im Notfall den Akku verwenden. Balkonkraftwerke müssen in der Regel im Marktstammdatenregister angemeldet werden; Details vorab beim Netzbetreiber klären.
Wie nutzt und lagert man eine Powerstation richtig?
Lagere die Powerstation teilgeladen, kühl und trocken, lade sie alle paar Monate nach und teste sie regelmäßig mit den Geräten, die du im Ernstfall betreiben willst. Bei einer Vorwarnung vollständig laden.
Eine Powerstation, die erst im Blackout aus dem Karton kommt, enttäuscht oft: Der Akku ist leer, das Ladekabel fehlt, der Stecker des Solarmoduls passt nicht. Plane deshalb einen Probelauf: Schalte die Sicherung für einen Abend aus und versorge Router, Licht und Kühlschrank mit der Powerstation. So weißt du, wie lange sie wirklich hält.
Wattstunden = Watt × Stunden. Plane 15 bis 20 Prozent Verlust für den Wechselrichter ein.
Sicher betreiben
Nicht abdecken: Lüftungsöffnungen frei lassen, nicht im Bett, Schrank oder neben Heizkörpern betreiben.
Nicht im Regen und nicht bei Frost laden – Herstellerangaben zum Temperaturbereich beachten.
Beschädigte Geräte nicht nutzen: Bei Geruch, Hitze, Rauch oder aufgeblähtem Gehäuse Gerät vom Netz trennen, Abstand halten und im Brandfall 112 rufen.
Keine Mehrfachsteckdosen-Ketten: Die Dauerleistung nicht dauerhaft ausreizen.
Kühlschrank geschlossen halten: Ein voller Kühlschrank hält die Kälte einige Stunden, auch ohne Strom.
Medizinische Geräte: Wer auf Beatmung, Sauerstoffkonzentrator oder ähnliche Geräte angewiesen ist, klärt die Notstromversorgung mit Arzt und Hersteller.
1 kWhsinnvolle Einstiegsgröße für Router, Handys und Licht
< 10 msUSV-Umschaltzeit der EcoFlow DELTA 3 Plus laut Hersteller
4.000Ladezyklen bis 80 % Restkapazität (Herstellerangabe EcoFlow)
Laden ohne Netz
Im Blackout gibt es drei Wege zum Nachladen: Solarmodule, das Auto über den 12-Volt-Anschluss (langsam, und nur bei laufendem Motor sinnvoll) oder ein Generator. Solar ist leise, abgasfrei und funktioniert auch im Winter – wenn auch mit deutlich weniger Ertrag. Rechne im Dezember mit einem Bruchteil der Sommerleistung.
FAQ
Häufige Fragen
Welche Powerstation ist für den Stromausfall am besten?
Unsere beste Gesamtwahl ist die EcoFlow DELTA 3 Plus mit laut Hersteller 1.024 Wh, 1.800 W, USV unter 10 ms und 1.000 W Solareingang. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Anker SOLIX C1000, für mehrere Tage mit Kühlschrank empfehlen wir die EcoFlow DELTA Pro 3.
Wie lange läuft ein Kühlschrank an einer Powerstation?
Das hängt vom Verbrauch ab, den das Energielabel angibt. Viele Kühlschränke brauchen 0,4 bis 1 kWh pro Tag. Eine 1-kWh-Powerstation hält einen sparsamen Kühlschrank also rund einen Tag, mit Solar-Nachladung länger.
Kann ich mit einer Powerstation meine Heizung betreiben?
Die Umwälzpumpe und Steuerung einer Gas- oder Ölheizung brauchen oft nur 20 bis 60 Watt. Der Anschluss muss aber von einer Elektrofachkraft vorbereitet werden, etwa mit einem Umschalter oder einem Schukostecker an der Heizung. Nie über einen Stecker-zu-Stecker-Adapter ins Hausnetz einspeisen – das ist lebensgefährlich.
Wie viel Kapazität brauche ich?
Liste die Geräte auf, die du betreiben willst, multipliziere ihre Leistung mit den Stunden pro Tag und addiere 15 bis 20 Prozent Reserve. Für Router, Handys und Licht reichen 300 bis 500 Wh pro Tag, mit Kühlschrank eher 1 bis 1,5 kWh.
Hat Stiftung Warentest Powerstations getestet?
Ja, in test 8/2023. Die heute üblichen Geräte um 1 kWh waren nach unserem Kenntnisstand nicht Teil dieses Tests; Details stehen im Testbericht auf test.de.
Wie lagert man eine Powerstation?
Kühl, trocken und teilgeladen, mit regelmäßiger Nachladung nach Herstellerangabe. LiFePO4-Akkus entladen sich langsam, ein jährlicher Blick reicht aber nicht – prüfe den Ladestand alle paar Monate.